Das Hermannsdenkmal im südl. Teutoburger Wald



Ich erreiche es bereits um kurz nach 9:00 Uhr.

Zu lesen gibt es dazu wieder in altbewährter Weise schön viel hier bei Wikipedia.


Hermannsdenkmal

Mein erster Blick auf das Denkmal und … 


Hermann von vorn

… Arminius im Gegenlicht.

Hermann von unten vorne

Dem Hermann untern Rock geguckt.

 

Unterhalb der Kuppel befindet sich eine umlaufende Aussichtsebene. Da gucke ich nach …

… Norden …
… Osten …
… Süden …
… Westen …

Man beachte den gigantischen Schatten der Statue!

 

Wenige Gehminuten entfernt vom Denkmal diese riesige touristische Anlage mit Parkplätzen für richtig viele Busse und PKW, Souvenirshop, Imbisshalle, Restaurant, Spielplatz, Bänken, Tischen und und und. Hier sind wohl gelegentlich mehr Menschen anzutreffen als jetzt gerade …

Touristische Anlage

 

Die Größe des Areals mutet ziemlich amerikanisch an. Dort haben touristische Ziele dieser Art auch meist enorme Ausmaße.



An der Adlerwarte Berlebeck …



… komme ich eine Stunde später vorbei. Die 11-Uhr-Vorstellung hat gerade begonnen. Habe keine Zeit, muss weiter. Ich sehe aber große Greifvögel kreisen und die Idee für ein Geburtstagsgeschenk ist geboren. Liebe Grüße an dieser Stelle an meinen tollen Vater! :-)

 

Für mich jedenfalls geht es nun erstmal auf schmalem Pfad ca. 100 Meter hinunter, durch den Ort Berlebeck und gleich wieder ca. 220 Meter hinauf zum Rücken des Stemberg. Belohnt wird diese Mühe mit noch ein paar Beobachtungen von zunächst ruhig segelnden und dann plötzlich niederstoßenden Raubvögeln am gegenüberliegenden Berg.



Naturdenkmal Alter Steinbruch Stemberg



Fast laufe ich an dem Felseinschnitt vorbei, da er in meinem Wanderführer keine Erwähnung findet. Hier in der Gegend soll es von derlei Tagewerken, die teilweise bis 1920 noch im Betrieb waren, einige geben.

Die Natur holt sich schnell alles zurück, was ihr gehört. Dennoch kann man die abgetragenen Kalksteinwände sehr gut erkennen:

 

Alter Steinbruch
              Steinwand
Kalksteinfelsen

 

 

 

Steine



Die Vogeltaufe Holzhausen



Der hier auslaufende Bergrücken als Teil des Stembergs heißt Vogeltaufe. Er ist nach einer Sage benannt, in welcher hier im 8. Jahrhundert n.Chr. Abt Anastasius die sächsischen Heiden des Lipperlandes, darunter auch Abbio von Thiotmalli, der ein Freund und Waffengefährte Widukinds des Herzogs der Sachsen war, taufen wollte. Paderborner Mönche, die die Taufzeremonie mit ihrem Gesang hätten verschönern sollen, wurden jedoch in Kohlstätt überfallen und auseinander gejagt. Trotz Kummer und Sorge soll der Abt mit der Taufe begonnen haben. Gerade in dem Moment, als Abbio von Thiotmalli den Göttern Donar, Saxnot und Wotan entsagte, rauschte es in der Luft und hunderte von kleinen braunen Vögeln ließen sich hernieder und sangen so schön wie es nie zuvor jemand gehört hatte. Seit dieser Zeit nennt man diesen Ort “Die Vogeltaufe”. Der Gedenkstein dazu ist von Robert Henkel aus Horn.

Gedenkstein Vogeltaufe



Heidelbeeren, Blaubeeren, Bickbeeren oder …



… jedenfalls viele!

Am südlichen Ausläufer des Stemberg trete ich aus dem Wald und befinde mich inmitten eines großen Blaubeerfeldes. Es ist durchaus nicht so, dass ich stets ein Gefäß dabei habe! Hier aber schleppe ich, als hätte ich es geahnt, eine Tupperdose vom Anreisetag mit mir herum. So kann ich mich satt essen und auf Vorrat pflücken. Herrlich!

Heidelbeerfeld

 Blaubeerfeld und Falkenberg

Eine 3/4 Stunde schwelge ich in Heidelbeeren. Das ist für mich Urlaub und pure Erholung! Einfach dort verweilen, wo es am schönsten ist, bzw. da, wo man sich mit Heidelbeeren den Bauch voll schlagen kann. Eine wundervolle Pause!



Externsteine Horn-Bad Meinberg Lippe



Nur gut eine halbe Stunde nach den Heidelbeeren kommt gleich das nächste Highlight: die Externsteine. Ich bin bereits zum dritten Mal hier. Einmal mit meinem früheren Freund, ein weiteres Mal mit meiner Mutter. Es ist dennoch etwas völlig anderes, zu Fuß hier anzukommen. Großes, unbeschreibbares Gefühl.

Ein erster Brocken liegt bereits im Wald mitten auf dem Weg:
Über den Wiembecketeich hinweg geschaut:

 

Aus der Nähe:
Hinaufsteigen tue ich diesmal nicht.
Wieder im Wald kommt noch ein letzter Brocken:

Letzter Brocken

 

 

 

 

Natürlich gibt es bei Wikipedia einen Artikel über die Externsteine: http://de.wikipedia.org/wiki/Externsteine



Silberbach zw. Buchenberg und Lipp. Velmerstot



Jenseits der Bundesstraße 1, die ich mit einer guten Portion Glück überquere (die Markierungen sind nicht eindeutig und ich irre da auf breiten, viel befahrenen Straßen zwischen Leitplanken umher), komme ich unterhalb von Knieberg und Buchenberg am Silberbach entlang durch urige Landschaft.

 

 

Da geht es über Geröll und Wurzeln zum Teil steil bergauf.

Mit etwa zehn Kilo auf dem Rücken ist solch eine Stufen-Kletterei keine Leichtigkeit. Aber ein wenig Anlauf hilft … Immer schön nach vorne mit dem Gewicht und zur Not die Hände mit einsetzen!

Weg über Wurzeln

 

Ulkige Bäume gibt es hier:

Verwachsene Buche

Verwachsene Fichte

 



Die Lippische Velmerstot



Aus der Tiefe des Silberbachtales steige ich wieder auf und erreiche um 16:30 Uhr zunächst die Lippische Velmerstot mit 441,4 m Höhe.

Der Weg hinauf führt durch traumhafte Heidelandschaft.

Auch zu den beiden Kuppen der Velmerstot hat Wikipedia hier wieder einen schön ausführlichen Artikel.

Heidelandschaft Velmerstot

 


Ferne Preuß Velmerstot

Hier schon mal der Blick von der Lippischen Velmerstot rüber zur gut 1 Kilometer entfernten, südlicheren Preußischen Velmerstot.

So sind hier die Entfernungs- und Richtungsangaben gestaltet.

Und ja, Elchie begleitet mich auch in diesem Jahr wieder … und guckt … Hamburg ist nur Luftlinie 205 km weit weg ?!? … gelaufen sind “wir” doch aber gute 383 von der Elbe bis hier her! ;-)

 

 

 

Felsen und Tannen



Die Preußische Velmerstot



Sie ist mit 464 m die höhere der beiden Kuppen und hat einen Aussichtsturm, den Eggeturm.

Natürlich wird auch dieser bestiegen!

 

Und was sehe ich in der Ferne? …

 

 

 

 

 

 

… den Hermann!

 

Fernes Hermannsdenkmal

 

Gleich noch mal der Link zur Velmerstot bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Velmerstot


Weiterer Weg

Und dann geht es diesen Weg nach Süden weiter.



Ehemaliges Militärgelände Velmerstot



Auf dem Kamm geht es jetzt sehr lange einfach nur geradeaus.

Zunächst über einen Pfad neben der alten Asphaltstraße.

Dann nach gut einer Stunde wird mir so elendig langweilig ob dieses öden Weges, dass ich nicht anders kann als voraus und zurück zu fotographieren.

… voraus …
… zurück …

 

Und es folgt noch eine weitere Stunde geradeaus!

Aber solche Abschnitte schaffen Strecke.